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Lymphstau durch Sommerhitze

 

SOMMER, SONNE, SCHWERE BEINE...

 

Während die einen die sonnigen Tage voller Wonne geniessen, reagieren andere mit körperlichen Symptomen, zu denen schwere Beine, geschwollene Augen und ein Gefühl von allgemeinem aufgedunsen sein zählen.

 

Durch die hohen Temperaturen reagiert der Körper mit einer Erweiterung der Blutgefässe um die Haut besser zu durchbluten und somit die Wärmeaustauschfläche zu erhöhen. Die Gefässerweiterung der Venen kann jedoch zur Folge haben, dass die Venenklappen nicht mehr richtig arbeiten und sich das Blut vermehrt in den Beinen staut. Zudem verstärkt die Wärme die Schwerkraft und erschwert den Rückstrom des Blutes zum Herzen zusätzlich.

 

Dieser Blutstau hat auch einen grossen Einfluss auf das Lymphsystem, welches nun besonders gefordert ist.

Die Blutflüssigkeit sickert durch die Erweiterung der Gefässe leichter in das Gewebe und kann dann nicht mehr genügend schnell über das Lymphsystem abtransportiert werden. Zudem kann sich durch die Hitze und einen dadurch entstandenen Wassermangel die Flüssigkeit verdicken, was den Stau noch mehr begünstigt.

Typische Symptome für einen solchen Lymphstau sind geschwollene Augen, schwere Beine, Wassereinlagerungen, Cellulitis und verschleimte Atemwege.

 

 

Eine manuelle Lymphdrainage kann helfen, diese Stauungssymptome zu lindern.

 

 

Bei der manuellen Lymphdrainage wird mit sanften Griffen und Streichungen entlang der Lymphbahnen und Lymphknoten der Fluss der Lymphe wieder angeregt.

 

Wirkung der manuellen Lymphdrainage:

  • entwässernd
  • entgiftend
  • entschlackend
  • beruhigend
  • stärkt das Immunsystem

 

Weitere Tipps zur Selbsthilfe:

 

  • Beine kalt abduschen, Kneipp-Kur
  •   Fussbäder mit Natron und/ oder Apfelessig
  •  Flache Schuhe tragen und möglichst oft barfuss gehen
  • Leichte Bewegung trotz hohen Temperaturen wie:

Abend- oder Morgenspaziergänge, Radfahren, Schwimmen (im kalten Wasser), Trampolinspringen, Beingymnastik (auch im Sitzen z.B. im büro etc.)...

  • Beine zwischendurch immer wieder hochlagern
  • Unterstützende Nahrungsaufnahme:

           Entwässernde Nahrungsmittel:

Basilikum, Ingwer, Petersilie, Fenchel, Gurken, Kopfsalat, Bierrettich, Meerrettich, Sellerie, Karotten, Tomaten,    Radieschen, Zucchetti, Rhabarber, Ananas, Papaya, , Melone, Birnen, Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Trauben, Wassermelone, Zitrone, Reis, Kartoffeln, getrocknete Aprikosen oder Feigen

          

 

Kaliumreiche Lebensmittel:  (Kalium reguliert den Wasserhaushalt im Körper)

           Trockenfrüchte, Nüsse, Avocado, Grünkohl, Spinat, Blumenkohl, Brokkoli, Erbsen, Pilze, Müsli, Vollkornbrot,    

           Aprikosen, Bananen, Himbeeren, Kiwis...

 

Salzarme Speisen zu sich nehmen, da Salz in der Nahrung die Einlagerung von Wasser im Gewebe fördert. Also auf Chips, Pommes, Salznüsse etc. besser verzichten.

 

  • Viel Wasser Trinken!
  • Unterstützung durch Heilpflanzen: 

Brennessel, Kalmus, Goldrute, Löwenzahn, purpurner Sonnenhut, Mäusedorn wirken entwässernd.

(Achte jedoch darauf, dass du auch wieder genügend Elektrolyte und Flüssigkeit aufnimmst)

 

Äusserlich angewendet:

Ringelblume (entwässernd)

Rosskastanie, Weinlaub (stärkt die Venenwände)

           Mäusedorn (gefässverengend, venenstärkend, diuretisch)