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Die Bedeutung des Spieles - ganzheitliche Heilung und Entwicklung

Spielen bewirkt Heilung und dient einer ganzheitlichen, natürlichen Entwicklung.

Es liegt in unserer Natur zu spielen. 

 

Liebe Erwachsene, hört bitte auf den Kindern die Möglichkeit zum Spielen zu nehmen.

Sie brauchen es für ihre Entwicklung. Sie brauchen es um gesund leben und gedeihen zu können.

Kinder brauchen das Spiel genauso wie ihr Körper Essen benötigt. Es ist Nahrung für ihre Seele und ihren Geist.

 

Was lernt ein Kind, wenn es am Tisch sitzt und Arbeitsblätter ausfüllt im Vergleich zu dem, was es zu lernen vermag, wenn es spielt?

Es lernt dabei vielleicht einen mathematischen, grammatikalischen oder anderen Vorgang auswendig und seine Feinmotorik auf einseitige Weise zu schulen... doch viel mehr nicht!! Dabei hat das Kind so vielfältige Fähigkeiten, die es aus seiner natürlichen Neugier und Lernfreude heraus entwickeln und entdecken möchte. 

Diese Eigenmotivation sollten wir den Kindern lassen. Es ist einfach nur blödsinnig und absolut gegen unsere menschliche Natur, diese durch ermüdendes, langweiliges Auswendiglernen zu zerstören.

Natürlich können und sollen den Kindern auch Arbeitsblätter zu Verfügung stehen. Viele Kinder mögen es, diese auszufüllen. Doch wenn sie dies machen, dann sollen sie es spielerisch und ohne Druck tun.  Solche „Arbeiten“ und „Aufgaben“ sollten auf keinen Fall dem (Vorschul-)Kind die Möglichkeit zum Spielen rauben. Das Selbe gilt für Computerspiele. Sie dienen ebenfalls keiner ganzheitlichen Entwicklung und sollten so beschränkt werden, dass noch genug Zeit übrig ist um "real" zu spielen. 

Wenn wir den Kindern die Möglichkeit zum naturgetreuen Spielen nehmen, dann stehlen wir ihnen ihr Recht zur freien Persönlichkeitsentfaltung. 

 

Das Thema Spiel begleitet mich schon durch mein ganzes Leben.

Ich war selber ein sehr verspieltes, kreatives und fantasievolles Kind und habe bis heute einen Teil davon in meinem Herzen bewahren können. Dafür bin ich sehr dankbar. Vor allem meinen Eltern, die mich nie zu etwas anderem gezwungen haben.

Schon in meinem Erstberuf als Kindergärtnerin habe ich mich sehr mit der Entwicklung und den altersentsprechenden Bedürfnissen der Kinder auseinandergesetzt.

Als Figurenspieltherapeutin und Naturheilpraktikerin kann ich mich nun aber individueller dem Wohlergehen und der Gesundheit der Menschen widmen. In dieser Tätigkeit ist es mir möglich Kindern und Erwachsenen zu helfen sich ganzheitlich zu entwickeln und ich kann mich dabei auf ihre persönlichen Themen einlassen. 

 

 

Eigentlich sehe ich im Spiel nichts anderes als eine natürliche Ausdrucksweise des Menschen und eine freudvolle, kreative Art und Weise das Leben zu gestalten und sich weiterzuentwickeln.

 

Darum empfehle ich: Seit selber wieder mehr wie Kinder, anstatt die Kinder zu freudlos funktionierenden Erwachsenen zu machen.

Wir alle haben ein Recht zu spielen, fröhlich zu sein und im Moment zu verweilen.

 

Eigentlich wissen wir alle wie schädlich Stress und Druck sich auf uns auswirkt. Wir wissen so vieles wie z. B. auch, dass wir unsere Kinder nicht nach Leistung bewerten und miteinander vergleichen sollten. Doch leider lässt sich dies kaum vermeiden in unseren Gesellschaftssystemen. Darum ist es umso wichtiger, dass wir uns dessen immer wieder bewusst werden und im Alltag nicht vergessen.

Ich hoffe sehr, dass wir es eines Tages schaffen uns von diesen autoritären, auf Angst und Kontrolle basierenden, krankmachenden und leistungsbezogenen Systemen (und damit meine ich nicht nur die Schule) und Verhaltensmustern zu befreien. Doch das ist ein anderes Thema...

Umso wichtiger ist es darum für uns, dass die Kinder und auch wir Erwachsene in der Freizeit einen gesunden Ausgleich finden. Dazu sollten wir uns genügend Zeit und Raum für Entspannung, Verarbeitung aller Erfahrungen und Reize, Leichtigkeit, Freude, Kreativität, und Momente der Gegenwärtigkeit schaffen.

In Leichtigkeit und Gegenwärtigkeit zu verweilen fällt uns Erwachsenen heutzutage extrem schwer. Es wurde uns auch sehr erfolgreich abtrainiert. Doch eigentlich sollte uns Leichtigkeit und Freude täglich durch unseren Alltag begleiten. Wir müssen nicht ständig unter Druck stehen. Wir müssen nicht alles durchstrukturieren und verplanen. Es muss auch nicht immer alles Sinn machen.

Manchmal liegt mehr Sinn im Unsinn.

 

Wir leben so Ergebnis- und Leistungsorientiert, dass wir oft schon gar nicht mehr wirklich leben, sondern nur noch funktionieren.

Selbst wenn wir Erwachsenen einer Tätigkeit nachgehen, die uns eigentlich Freude bereitet, müssen wir meistens einen Sinn darin erkennen. Wir puschen uns ständig und tun Dinge oft nur, wenn sie uns einen Nutzen bringen oder gewisse Erwartungen erfüllen. Selten tun wir etwas noch aus purer Freude und aus dem Moment heraus, denn dafür haben wir ja keine Zeit. 

Und die wenige Zeit die wir im Alltag neben der Arbeit, dem Haushalt etc. haben, die wollen wir ja schliesslich nicht vergeuden.

Also verschieben wir die schönen und angenehmen Dinge des Lebens auf die Wochenenden und Ferien. Doch auch dann haben wir meistens immer noch so einiges zu erledigen, wie putzen, einkaufen, irgend etwas reparieren, Altpapier bündeln, E-Mails beantworten etc.

Und wenn wir uns dann endlich mal Zeit für uns nehmen, wollen wir gleich möglichst viel auf einmal erleben, denn die wenige freie Zeit, soll nun wiederum sinnvoll genutzt werden... Oder wir sind so erschöpft, dass wir nur auf dem Sofa liegen und in den Fernseher oder aufs Handy schauen. 

Also warten wir mit dem wahrhaftigen und freudvollen Leben lieber auf unsere Pension und schaffen möglichst viel Geld beiseite, um uns dann im Alter endlich unsere Träume damit zu erfüllen. Dies leider oft auf Kosten der eigenen Kinder. Um dies zu kompensieren bekommen sie dafür viele tolle Spielsachen, die besten Betreuer und zahlreiche Förderprogramme. 

 

Immer wieder stelle ich zudem fest, wie viele Menschen leider nicht mehr in der Lage sind sich selber mit etwas beschäftigen zu können, das ihnen Freude bereitet und sie mit tiefer Zufriedenheit und Liebe bereichert. Angeblich haben sie es in ihrer Kindheit nie gelernt... oder sie haben es vergessen. Das bedaure ich sehr. Dadurch, dass sie nicht in der Lage sind, sich selber zu erfüllen, machen sie sich abhängig von anderen Menschen oder irgendwelchen Unterhaltungsmitteln, wenn nicht sogar Suchtmitteln. 

Wir sind leider immer mehr dabei das „Menschsein“ zu verlernen und zu Biomaschinen zu werden. Wir werden zu dem was wir kennen, was uns umgibt und was wir selber erschaffen haben.

Mit Maschinen verbringen wir unsere Freizeit und wir arbeiten auch immer mehr mit ihnen. Komischerweise fragen wir dabei selten nach dem Sinn...

 

Wenn wir wieder zu unserer Natürlichkeit, Lebendigkeit und Gesundheit zurückfinden wollen, dann sollten wir unseren Kindern die Möglichkeit geben sich auf natürliche Weise entwickeln zu können.

Und dafür brauchen sie nichts mehr, wie das freie Spiel und das Erleben der Natur. Denn wir sind Teil der Natur und das können und sollten wir nicht verleugnen und vergessen.

Was Kinder brauchen sind keine aufgeschobenen Träume, kein Überfluss an materiellen Dingen und auch keine

durchorganisierten Beschäftigungs- und Förderprogramme.

Kinder leben in der Gegenwart und diese sollen und wollen sie vollends auskosten. Dafür brauchen sie vor allem Zeit um in ihrem Tun verweilen zu können. Entwicklung wird durch Druck und zu vielen Vorgaben und Einschränkungen nur blockiert.

 

Natürlich braucht es auch gewisse Regeln und Strukturen. Denn wir leben ja alle gemeinsam auf diesem Planeten. So muss jedes Kind früher oder später die Erfahrung machen, dass es nicht der einzige Mittelpunkt des Universums ist. (Im Grunde genommen sind wir ja, von unserer Perspektive aus betrachtet, alle Mittelpunkt des Universums.) Damit muss ein Kind lernen klarzukommen. Doch auch dies kann es im Spiel bestens üben. Als Baby und Kleinkind hat es sich zu erst einmal mit seinem eigenen Körper, seinem Geist und seinen Emotionen auseinandersetzen müssen. Denn nur dann, wenn der Mensch in der Lage ist sich selbst zu verstehen, kann er auch seine Umwelt begreifen lernen.

Mit anderen Kindern zu interagieren kann am Anfang ganz schön herausfordernd sein. Das Kind erkennt nun, dass es nicht mehr alleine im Zentrum steht. Da sind noch viele andere kleine Mittelpunkte des Universums und jeder davon hat seine eigenen Bedürfnisse, seinen eigenen Willen etc. Nun gilt es herauszufinden, wie man damit umgeht, ohne sich selbst oder die anderen zu verletzen. Wenn sie miteinander spielen, lernen sie Rücksicht aufeinander zu nehmen, miteinander zu kommunizieren, gemeinsam Lösungen zu finden, zu teilen etc.. Sie lernen aber auch die Grenzen und Gesetzmässigkeiten der Natur kennen und dass alles was man tut auch eine Auswirkung hat.

 

Lernen wir den Kindern wieder einen achtsamen und liebevollen Umgang mit sich selbst, der Umwelt und ihren Mitmenschen, dann sorgen wir auch für eine gesündere, fröhlichere und friedlichere Zukunft.

 

Spiel ist sehr heilsam und notwendig für unsere Seele. Dabei lässt es sich nicht Unterscheiden ob es sich um eine Kinderseele oder Erwachsenenseele handelt. Denn diese Unterscheidung gibt es nicht.

 

Das Spiel entspricht in seiner Aufgabe und Funktion eigentlich der Homöostase. Es dient der kindlichen Psyche und dem Geiste zur Aufrechterhaltung eines Gleichgewichtszustandes. 

Wenn wir dem Kind diese Art von Regulationsmechanismus verweigern, so wird es irgendwann nicht mehr in seinem ganzheitlichen Gleichgewicht sein und entweder körperlich, psychisch oder kognitiv reagieren. Dies äussert sich dann in seinem Verhalten z.B. durch Launenhaftigkeit, Aggressivität, Passivität, Ängste, Zwänge, Konzentrationsschwierigkeiten, durch Unter- oder Überforderung etc. oder auch über körperliche Symptome (Bauchschmerzen, Kopfschmerzen...)

 

Alles was wir für uns brauchen um uns spielerisch auszuleben und zu entwickeln liegt in uns.  Die Kinder haben noch einen viel natürlicheren und selbstverständlichen Zugang zum Spiel. Bei uns Erwachsenen muss dieser oft erst wieder entdeckt werden.

Die Natur allein oder ein paar wenige Materialien und Gegenstände genügen der kindlichen Zufriedenheit und Entwicklung vollkommen.

Kinder können von sich aus noch all die kleinen und schönen Wunder sehen und in ihre Welt integrieren. Sie haben ihr Herz in der Regel noch offen und sind verbunden mit der ganzen Welt. Sie brauchen all die vielen und oft so grässlichen Spielzeug-Dinge eigentlich nicht, die wir ihnen zumuten und auferlegen. (Natürlich gibt es auch sehr schönes und sinnvolles Spielzeug...) Sie sind reicher, wenn sie weniger besitzen. (Wir Erwachsene übrigens auch.) Denn je weniger sie im Aussen auf materieller Ebene haben, desto mehr Ideen, Fantasien und vielseitigere Erfahrungen können sie verinnerlichen.

Sie können aus sich selbst heraus zum kreativen Schöpfer werden und sich auf viel abwechslungsreichere und individuellere Weise entwickeln.

 

Das Spiel ist immer eine subjektive, gegenwärtige, einmalige und stetig veränderliche Erfahrung. Darum ist es auch nicht möglich etwas nochmals auf die genau gleiche Weise zu rekonstruieren.

Unsere Individualität, unsere persönliche Wahrnehmung, unser Entwicklungsstand mit unseren Fähigkeiten und Defiziten und all unsere Erfahrungen, sowie auch viele äussere Begebenheiten und Umstände prägen und beeinflussen das Spiel mit.

 

Schön ist, dass das Kind genau spürt, was es im Moment braucht und in seinem Spiel erfahren möchte.

Wenn wir aber zu sehr in seinen individuellen Prozess eingreifen und ihn manipulieren, dann kann es sein, dass das Kind die nötige Erfahrung, die Erkenntnis, die es daraus gewinnt, einen nötigen Heilungsprozess oder was auch immer gerade im Vordergrund steht, nicht machen kann.

Ein Kind sollte die Möglichkeit bekommen, möglichst oft frei und nicht angeleitet oder geführt, spielend verweilen zu können.

Spiel kann in einer Gruppe, zu zweit oder alleine stattfinden. Mit anderen Kindern spielen, ist aber nicht das Gleiche, wie wenn das Kind sich alleine beschäftigt. Es macht ganz andere Erfahrungen dabei. Es braucht darum beides. Es gibt Zeiten, da spielt es viellecht mehr alleine, dann wiederum öfters mit anderen Kindern. Beides hat seine Berechtigung und sollte möglich sein. Das Kind spürt schon, was es gerade benötigt.

Langeweile gehört übrigens dazu. Es ist wichtig dass ein Kind lernt damit umzugehen und nicht immer gleich abgelenkt und von aussen unterhalten wird. In der Langeweile lernt es sich selber auszuhalten, im Nichts zu verharren und den Stress und die negativen Gefühle, die man dabei erlebt, anzunehmen und zu transformieren. Hat man diese Phase überwunden, ist man meistens wieder viel kreativer und voller Energie und toller Ideen.

 

Zwischendurch ist es notwendig einfach auch einmal in seine Stille eintauchen zu können. Es macht uns gelassener, beugt Stress und Krankheiten vor, fördert die Kreativität und die Entwicklung.

 

Manchmal ist es schwierig für uns die Welt des Kindes zu verstehen. Wir versuchen ihnen dann unsere eigenen Denkmuster aufzuzwingen. Dabei merken wir nicht wie beschränkt wir Erwachsenen eigentlich oft in unserer Wahrnehmung und unserem Denken sind.

Anstatt uns dessen zu besinnen, zwingen wir den Kindern unsere oft sehr eng gelegten Grenzen der Möglichkeiten auf. Etwas mehr Spontaneität, Offenheit und Gelassenheit würde uns hin- und wieder sehr gut tun. 

Wir Erwachsene müssen immer alles analysieren, einordnen und bewerten. Wir haben genaustens unsere Vorstellungen. Doch das Leben macht so viel mehr Spass, wenn wir diese zwischendurch einfach mal beiseite lassen und die Welt wieder mit kindlichen Augen betrachten. Wenn wir die vielen kleinen Wunder, die uns täglich umgeben wieder sehen und uns voll und ganz mit allen Sinnen dem Moment hingeben, erleben wir zusammen mit den Kindern die schönsten Abenteuer.

 

 

Doch was ist denn Spiel überhaupt?

 

Alles kann Spiel sein. Es kommt nicht darauf an was das Kind / der Erwachsene tut, sondern wie man es tut.

 

Spiel...

  • ... ist frei von Druck und Zwang.
  • ... geschieht aus dem Moment heraus.
  • ... lässt uns die Zeit vergessen (der Faktor Zeit ist nicht mehr relevant).
  • ... kommt aus Bauch und Herz und folgt dem Herzen.
  • ... ist immer ganzheitlich. Eine Trennung zwischen Körper, Geist und Seele gibt es nicht.
  • ... ist natürliche Neugier und Experimentierfreude.
  • ... ist absolutes Sein in Verbundenheit mit der Welt.
  • ... ist Verarbeitung und Anpassung an die Welt.
  • ... ist bedingungslos und meistens prozessorientiert, manchmal aber auch ziel- oder ergebnisgerichtet.
  • ... ist geprägt von Emotionen.
  • ... bedeutet Vertrauen in die Welt und in sich selber.
  • ... Ist Ausdruck deines Selbst.

 

Je mehr und vielfältiger du in deiner Kindheit spielen konntest, desto grösser ist dein innerer Reichtum als Erwachsener. Mit jeder Spielerfahrung lernst du Neues über dich und die Welt. Du erbaust dir damit deine Zukunft. Du lernst deine Fähigkeiten und Interessen kennen und kannst unendlich viel beobachten, erleben und begreifen lernen.

Jede Erfahrung und Begegnung, die wir im Leben machen wird in uns gespeichert.

Es ist möglich, dass wir jeden einzelnen Augenblick in unserem Unterbewusstsein wieder abrufen können (z.B. in einem hypnotischen Zustand).

Womit möchtest du dich und dein Kind also bereichern? Mit freudvollen Erfahrungsmomenten und Herzenserkenntnissen oder mit Traumatisierungen die aus Zwängen, Druck und unnatürlichen Unterdrückungen von Lebensimpulsen entstehen?

Lass dein Kind so oft wie möglich spielen, liebe und respektiere es und seine natürlichen Bedürfnisse und du machs ihm das grösste Geschenk, das du kannst.

 

Kinder sollten immer auf spielerisch natürliche Weise lernen dürfen. Es kommt nicht darauf an wie alt sie sind. Die Interessen und die Art und Weise des spielerischen Lernens ändert sich einfach. Wissen, das aus Freude und eigenem Interesse angeeignet wurde, kann ganz anders verinnerlicht, gespeichert, vernetzt und wieder abgerufen werden. Meiner Meinung nach ist der Mensch von Natur aus ein schöpferisch kreatives Wesen, wenn es ihm nicht abtrainiert werden würde. 

Kinder die spielen und sich frei entwickeln können, lernen zudem sich und ihre Fähigkeiten kennen. Dadurch finden sie später eine passende berufliche Tätigkeit, die sie erfüllt und zu gesunden, glücklichen Erwachsenen werden lässt.

 

 

Wie sich das Spiel auf das Kind auswirkt und was es dabei alles lernt:

 

  • Das Kind lernt sich im Spiel auszudrücken, sich mitzuteilen und zu kommunizieren
  • Es trainiert und erprobt seine körperlichen Fähigkeiten (Feinmototik, Grobmotorik, Wahrnehmung...)
  • Es erforscht Gegenstände, ihre Eigenschaften und physikalische Gesetzmässigkeiten.
  • Es lernt zu konstruieren, etwas zu erschaffen, entwickeln, weiterzuentwickeln, zu planen und umzusetzen / durchzuführen
  • Es lernt Entscheidungen zu treffen
  • Es lernt mit Misserfolgen umzugehen und Lösungen zu finden
  • Es lernt beobachten, verstehen, begreifen...
  • Es fördert sein Durchhaltevermögen, seine Konzentrationsfähigkeit, seine Geduldsamkeit und die Ausdauer
  • Es trainiert sein Sozialverhalten, lernt dabei, dass auch andere ihre Bedürfnisse haben, lernt sich in andere hineinzuversetzen, mitzufühlen, sie zu trösten, zu teilen, gemeinsam etwas zu besprechen, Kompromisse einzugehen, Rücksicht zu nehmen und auch seine eigenen Bedürfnisse zu verteidigen und für sich einzustehen
  • Es hilft Wege zu finden mit Trauer, Wut Verletzungen und Enttäuschungen umzugehen und negative Erfahrungen zu verarbeiten.
  • Es kann stress abbauen, sich selber wahrnehmen und erkennen was einem gut tut, was Freude bereitet und was man nicht mag. Das Kind begegnet sich im Spiel selbst.
  • Es lernt das Prinzip von Ursache und Wirkung kennen.
  • Es lernt vernetzt zu denken und fördert die Kreativität
  • Es kann alles lernen!!!! (Schreiben, Singen, Tanzen, Rechnen, Turnen....)
  • Es lernt zu fantasieren, visualisieren und Träume zu verwirklichen
  • Es erfährt Grenzen und Grenzenlosigkeit
  • Es lernt die Welt der Pflanzen und Tiere kennen und erlebt sich selbst als Teil der Natur
  • Es erfährt die heilsame Wirkung der Gegenwärtigkeit
  • Es erlebt Freude, Spass und Leichtigkeit
  • Es ist (Kind / Mensch)

 

In der Welt des Kindes ist das Spiel aber eigentlich nichts Isoliertes das abgetrennt von allen anderen Tätigkeiten erlebt wird. Spiel und Realität gehen stets ineinander über. Obwohl Spiel auch nicht das Gegenstück von Realität ist. Denn im Spiel wird sowohl Realität als auch auch Fantasie erlebt.

Spiel ist meiner Meinung nach einfach die kindliche Art und Weise zu leben und sich auszudrücken. Das sollten wir selber von den Kindern wieder auf unser eigenes Leben übertragen. Wenn wir alles was wir tun auf spielerische Weise tun, dann hält uns dies nicht nur jünger, sondern auch gesünder, glücklicher und erst noch erfolgreicher. Warum tun wir es also nicht einfach?!!

 

Spiel ist so viel mehr, als das was wir darin sehen.

Spiel ist (er)leben und das Gegenteil von funktionieren. Wenn du spielst, dann tust du dir selber viel Gutes, wenn du bloss funktionierst, dann tust du das meistens nur für andere und gegen dich. Entscheide dich also wie du dein Leben gestalten möchtest.

 

Spielend durchs leben zu gehen, heisst, die Dinge des Alltags aus dem Herzen heraus mit Liebe zu bewerkstelligen. Freude zuzulassen, mehrmals täglich zu lachen und nicht alles so tierisch ernst zu nehmen.  Dazu gehört auch mal zu scheitern, einfach darüber zu lachen, wieder aufzustehen und weiterzumachen. Nicht immer alles zu bewerten und be- und verurteilen - halt einfach leben!

 

Natürlich ist nicht alles immer einfach und frei von Sorgen und Leid im Leben. Wir sollten auch nicht unsere eigenen Schattenanteile und die negativen Geschehnisse auf der Welt ignorieren und verdrängen. Doch wir können lernen damit umzugehen. Spiel ist nicht nur Friede, Freude Eierkuchen. Es kann sehr herausfordernd sein und das Kind an seine Grenzen bringen. Doch schlussendlich lernt und trainiert es im Spiel mit solchen schwierigen Situationen umzugehen und es wird stärker und vertrauensvoller.

Das Spiel ist immer der Spiegel der Realität des Kindes.

Wie will ein Kind ohne Spiel also lernen im Leben zurechtzukommen? Wie soll es solche wertvollen Erfahrungen sonst machen und sich auf spätere Ereignisse vorbereiten? Es wird sich als Erwachsener ja nicht zurechtfinden können, wenn wir ihm dies nehmen.

Na gut, als lebende Maschine in einer Welt der Maschinen braucht es diese Erfahrungen vielleicht nicht. Da gebe ich Recht - da braucht es keine Emotionen, keine Freude, keine Freunde... Doch wollen wir das?

 

Ich jedenfalls will es um keinen Preis. Ich wünsche mir, dass ich in Zukunft in viele strahlende Kinderaugen blicken darf, die lebendig und erfüllt von Träumen, Ideen und Abenteuer sind und ich wünsche mir ebensolche Erwachsenen...

Ich wünsche mir Individualisten, kreative Schöpfer, Künstler, Heiler, Helfer, Traumtänzer, Handwerker, Eigendenker, Forscher und Weltentdecker, Empathen statt Psychopathen und Soziopathen, Menschen die gelernt haben, im Frieden mit sich und ihrer Umwelt zu leben.

 

Lasst die Kinder spielen und geht lieber selbst auch wieder mehr wie die Kinder spielend durchs Leben.

 

Überlegt nicht immer was die anderen denken könnten. Geht schaukeln, klettern, hüpfen, balancieren, eine Sandburg bauen und was auch immer euer Herz begehrt. Es macht Spass und haltet euch körperlich, geistig und psychisch vital und beweglich...

 

Von Herzen

Doris

 

 

 

 

 

 

 

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